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Actualités von der französischen Leinwand.


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Très charmant!

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L’écran actuel:

„Familie auf Rezept“

Als die aufgeregte Apothekerin Gabrielle in sein Büro stürmt, ahnt der smarte Architekt Ange noch nicht, daß sich von nun an sein Leben ändern wird. Er soll Großvater werden, obwohl er EIGENTLICH gar keine Kinder hat? Das geht tatsächlich – in der wunderbaren Komödie „Familie auf Rezept“, die eigentlich auch in Deutschland ein Kino-Hit hätte werden müssen. Aber wie so oft: Manchmal wird Qualität eben nicht erkannt. Der bei uns eher als Sänger bekannte Patrick Bruel und die sehr charmante Alice De Lencquesaing, die Sie vielleicht in „Monsieur Chocolat“ gesehen haben, spielen so herzerfrischend miteinander, dass man eigentlich immer mal wieder den Moment mit der Stop-Taste einfangen möchte. Die Irrungen und Wirrungen um neu entdeckte Beziehungen sind zwar mitunter etwas vorhersehbar, das stört aber keinesfalls. Regisseurin Anne Giafferi inszeniert mit so leichter Hand wie es für einen perfekten französischen Sommerfilm unbedingt sein muss.

KUD für KMB: Charmant gespielt, mit Witz und toller Body-Comedy – gerne mehrmals sehen…

Seit Mitte Juli auf DVD und Bluray.

 

Footage:

Copyright by Weltkino

 

 

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Plötzlich hetero!?

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L’écran actuel:

„Maman und ich”

Guillaume ist anders, anders als seine Brüder zum Beispiel: Er mag keinen Sport, bewegt sich etwas affektiert und spielt nachts im Bett „Sissi und ihre Mutter“. Damit hätte er auch gar kein Problem, wenn ihn das nicht alles immer weiter von seinem Vater entfernen würde, der mit seinem ganz speziellen Offspring so gar nicht klar kommt. Aber Guillaume verehrt nun mal alles Weibliche, und vor allem seine Mutter, deren nicht erfüllter Wunsch nach einem Töchterchen anstatt seiner er wohl unbewusst doch noch irgendwie befriedigen möchte. Doch für diese Erkenntnis muss er einen langen Weg zurücklegen. Ist er nur anders? Einfach schwul? Oder was auch immer? Und dieser Weg war genau der des französischen Schauspielers Guillaume Gallienne, der in „Maman und ich“ seine Beziehung zu seiner Mutter aufarbeitet. Das ist aber mitnichten eine depressiv-dunkle Reise ins Innnere von Mutter-Kind-Beziehungen, sondern eine erfrischend-abgedrehte Nabelschau im besten Sinn. Monsieur Gallienne gehört hierzulande ganz im Gegensatz zu Frankreich nicht zu den bekannteren Figuren auf der Bühne und am Set, und darum braucht es vielleicht ein bisschen um sich in das Augenzwinkern des Films einzufinden – aber dann..!

KUD für KMB: Den Platz im Leben zu finden kann so erstaunlich sein.

Der Trailer hier:

 

(Foto oben: Das ist „Maman“! – Copyright Concorde Film)


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L’écran actuel:

„Yves Saint Laurent”.

Wenn man einen Film über einen der berühmtesten Modeschöpfer aller Zeiten macht, sollte doch eine gewisse Tiefe und Substanz möglich sein. Leider scheitert Regisseur Jalil Lespert ein wenig an dieser großen Person des Zeitgeschehens. Trotz seiner atemberaubenden Ausstattung und der tollen Schauspieler wie Pierre Niney (YSL) oder Guillaume Gallienne (Pierre Bergé) lässt einen der Streifen etwas ratlos zurück. Er schafft es in keiner der 104 Minuten einen in irgendeiner Weise zu berühren. Es bleibt alles auf seltsamer Distanz und so kann man nur noch im fantastischen Soundtrack von Ibrahim Maalouf schwelgen und sich über ein paar pittoreske Bilder freuen – der Rest ist leer wie eine freudlose Kollektion eines gelangweilten Designers, der von besseren Zeiten zehrt.

KUD für KMB: Nur für visuelle Schöngeister.

Mehr hier:

http://www.ysl-film.de

(Kinoplakat „YSL“ – Copyright Universum Film)

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