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Actualités von der französischen Leinwand.


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Très charmant!

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L’écran actuel:

„Familie auf Rezept“

Als die aufgeregte Apothekerin Gabrielle in sein Büro stürmt, ahnt der smarte Architekt Ange noch nicht, daß sich von nun an sein Leben ändern wird. Er soll Großvater werden, obwohl er EIGENTLICH gar keine Kinder hat? Das geht tatsächlich – in der wunderbaren Komödie „Familie auf Rezept“, die eigentlich auch in Deutschland ein Kino-Hit hätte werden müssen. Aber wie so oft: Manchmal wird Qualität eben nicht erkannt. Der bei uns eher als Sänger bekannte Patrick Bruel und die sehr charmante Alice De Lencquesaing, die Sie vielleicht in „Monsieur Chocolat“ gesehen haben, spielen so herzerfrischend miteinander, dass man eigentlich immer mal wieder den Moment mit der Stop-Taste einfangen möchte. Die Irrungen und Wirrungen um neu entdeckte Beziehungen sind zwar mitunter etwas vorhersehbar, das stört aber keinesfalls. Regisseurin Anne Giafferi inszeniert mit so leichter Hand wie es für einen perfekten französischen Sommerfilm unbedingt sein muss.

KUD für KMB: Charmant gespielt, mit Witz und toller Body-Comedy – gerne mehrmals sehen…

Seit Mitte Juli auf DVD und Bluray.

 

Footage:

Copyright by Weltkino

 

 

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Der neue Depardieu

Bande-Annonce:

„Saint Amour“.

Spätestens im Herst könnte unser Lieblings-Franzose Gérard Depardieu mal wieder einen Kino-Hit in Deutschland landen, denn dann kommt „Saint Amour“ auf die Leinwand. Eine gewitzte Vater-Sohn-Komödie aus den Händen des Regie-Duos Gustave Kervern und Benoît Delépine. Wunderbar an Depardieus Seite: Frankreichs Jungstar Benoît Poelvoorde („Das brandneue Testament“). Bei der diesjährigen Berlinale konnte der Streifen schon erfolgreich Premiere feiern, und ist ab 13. Oktober 2016 dann für alle zu sehen.

KUD für KMB: Da freuen wir uns drauf!

Hier der Trailer:

Footage: Copyright Concorde / Foto: Christian Schulz

 


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Wer braucht schon Ruhe? Oder?

L’écran actuel – Neu auf der Leinwand:

„Nur eine Stunde Ruhe“

Er ist zurück: Frankreichs Kino-Superstar Christian Clavier hat den „Monsieur Claude“ hinter sich gelassen, und ist jetzt Zahnarzt Michel, der auf dem Flohmarkt den Fund seines Lebens macht: Eine seltene Jazz-Platte auf Vinyl, die ihm der Händler auch noch zum Spottpreis überlässt. Jetzt heisst es eigentlich nur schnellstmöglich nach Haus, und aufgelegt, das Ding! Doch bis der High-End-Plattenspieler ENDLICH zum Einsatz kommt, soll noch viel Staub auf die Rillen kommen: Da ist der gescheiterte Sohn, die Ehefrau mit einem Geheimnis und eigentlich die ganze Welt, die plötzlich etwas von Michel will – oder ihm Musik-Genuss-störend an den Nerven zerrt. „Nur eine Stunde Ruhe“ ist eine klassische Komödie im besten Sinn, die sich aber leider nicht ganz entscheiden kann, ob Slapstick à la Louis de Funès („Oh – ah – nein – jaaaa…“) noch zeitgemäss ist.

KUD für KMB: Nette Unterhaltung mit ein paar Leer-Rillen.

Hier der Trailer:

(Footage: Copyright dcm)


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Unten ohne beim „César“.

KinoMitBaguette EXTRA:

Angeblich hatte es ja gar nichts mit dem „César“ zu tun, daß Neil Patrick Harris bei den „Oscars“ in Unterhose aufgetreten ist, ich vermute aber Mode-Schreck Jean-Paul Gaultier und Schauspielerin Marilou Berry standen da mit ihrer césarischen „Unten ohne-Parade“ schon ein wenig Pate…aber sei’s drum: Wichtig ist das, was auf der Leinwand läuft und nicht das, was an den Beinen baumelt: Mit dem renommierten französischen Filmpreis ausgezeichnet wurde „Das Salz der Erde“. Bei den amerikanischen Preis-Verteilern leer ausgegangen, kann sich Wim Wenders demnächst einen schönen „César“ ins Regal stellen. Sean Penn hat sowieso jeden Preis im Filmgeschäft verdient – darum auch große Freude über seinen „Ehren César“. Als allererste amerikanische Schauspielerin wurde Kristen Stewart ausgezeichnet, und zwar für ihre Leistung an der Seite von Juliette Binoche in „Die Wolken von Sils Maria“. Da scheint doch mehr drin zu sein als nur schmachtend im „Twilight“ zu stehen.

Hier noch ein paar Extras zum „César 2015“:

Die Portraits der Stars:

http://www.academie-cinema.org/images/videos/portraits-nommes-2015,2015,2708,2708.html

Blick auf „Das Salz der Erde“:

Blick auf „Die Wolken von Sils Maria“:


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Les jeunes!

KMB Extra:

Zum 15. Mal ist das französische Kino ist on tour: Vom 11. bis zum 23. Dezember macht das französische Jungendfestival Station in München („City Kinos“) und Starnberg („Breitwand“). Die Filme laufen OMU – eine schöne Gelegenheit im alten Jahr noch einen Blick auf ein paar schöne Streifen zu werfen, die es sonst vielleicht nicht an „Monsieur Claude“ vorbeischaffen würden. Für 2015 sind weitere Stationen des Festivals eingeplant, unter anderem in Nürnberg und Neu-Ulm.

Hier sind alle Infos:

http://www.institutfrancais.de/cinefete

KUD für KMB: Unbedingt hin!

http://www.youtube.com/watch?v=55Fl1nFmG2Q


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Laue Witze – großer Erfolg.

KMB Extra:

Dass Kino aus Frankreich auch hierzulande richtig erfolgreich sein kann, hat in diesem Jahr der Streifen „Monsieur Claude und seine Töchter“ bewiesen. Die Idee so mittellustig, manche Gags eher abgeschmackt – aber trotzdem mit Erfolg belohnt: 3,5 Millionen Zuschauer wollten den Film sehen, und das bedeutet die „Goldene Leinwand“ für den Verleih. Dort, also bei „Neue Visionen“, dürfte die Freude grenzenlos sein, denn mit den anspruchsvolleren Filmen, die sie sonst im Programm haben, bleiben solche Marken oft unerreicht.

Wer noch keine Bekanntschaft mit Monsieur Claude gemacht hat: Hier sind die Infos:

http://www.monsieurclaude.de

KUD für KMB.


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Ein Sommer mit Klischee.

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L’écran actuel:
„Ein Sommer in der Provence“

Hurra! Endlich mal wieder ein Film mit Jean Reno, dem alten Haudegen. Allerdings muss das „Hurra“ gleich ein bisschen leiser werden, denn ein großer Wurf ist „Ein Sommer in der Provence“ nicht geworden. Doch zunächst zu Story: Paul (Reno) ist ein alter Grantler, der zusammen mit seiner Frau Irène (recht erfrischend – Anna Galiena) ein ruhiges Leben zwischen seinen Olivenbäumen in der malerischen Provence führt. Doch sein Alltag, der durch von ihm unmissverständlich festgelegte Bahnen bestimmt wird, kommt sehr durcheinander als seine lang nicht gesehene Tochter beschließt, ihre Kinder Léa, Adrien und Théo zu ihm in die Ferien zu schicken, da sie sich aus beruflichen und privaten Gründen in den nächsten Wochen nicht um ihre Offsprings kümmern kann. Also: Kinder haben keinen Bock auf den unbekannten Großvater, Opa hat keinen Bock auf die nervige Brut – diesen Plot haben wir leider schon allzu oft gesehen. Und leider gelingt es der Regisseurin Rose Bosch auch nicht, dem Thema etwas Neues abzugewinnen. Es wimmelt nur so von Klischees: Ob in den Beziehungen der Hauptpersonen zueinander (alle sind in erstmal doof), in der Vergangenheit des Opas (ja, als Hippies waren wir noch cool) oder sogar im Finale des Films (Opa ist doch ein toller Retter). Und als sich Enkelin Léa dann auch noch unglücklich in die Pierre-Cosso-Kopie „Tiago“ (Tom Leeb) verliebt, muss man sich fast schon ein wenig ärgern. Immerhin bleiben die tollen Bilder aus der Provence und vor allem Lukas Pelissier, der den jüngsten Enkel spielt. Als „Théo“ wickelt er nicht nur seinen Film-Großvater, sondern auch den Zuschauer so lieb und charmant um den Finger – man kann sich dem Charme des Kleinen einfach nicht entziehen.

KUD für KMB: Einmal mehr: Tolle Schauspieler machen noch keinen tollen Film.

Kinostart: 25. September 2014

(Footage: Copyright Concorde)