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Actualités von der französischen Leinwand.


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Laue Witze – großer Erfolg.

KMB Extra:

Dass Kino aus Frankreich auch hierzulande richtig erfolgreich sein kann, hat in diesem Jahr der Streifen „Monsieur Claude und seine Töchter“ bewiesen. Die Idee so mittellustig, manche Gags eher abgeschmackt – aber trotzdem mit Erfolg belohnt: 3,5 Millionen Zuschauer wollten den Film sehen, und das bedeutet die „Goldene Leinwand“ für den Verleih. Dort, also bei „Neue Visionen“, dürfte die Freude grenzenlos sein, denn mit den anspruchsvolleren Filmen, die sie sonst im Programm haben, bleiben solche Marken oft unerreicht.

Wer noch keine Bekanntschaft mit Monsieur Claude gemacht hat: Hier sind die Infos:

http://www.monsieurclaude.de

KUD für KMB.

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Ein Sommer mit Klischee.

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L’écran actuel:
„Ein Sommer in der Provence“

Hurra! Endlich mal wieder ein Film mit Jean Reno, dem alten Haudegen. Allerdings muss das „Hurra“ gleich ein bisschen leiser werden, denn ein großer Wurf ist „Ein Sommer in der Provence“ nicht geworden. Doch zunächst zu Story: Paul (Reno) ist ein alter Grantler, der zusammen mit seiner Frau Irène (recht erfrischend – Anna Galiena) ein ruhiges Leben zwischen seinen Olivenbäumen in der malerischen Provence führt. Doch sein Alltag, der durch von ihm unmissverständlich festgelegte Bahnen bestimmt wird, kommt sehr durcheinander als seine lang nicht gesehene Tochter beschließt, ihre Kinder Léa, Adrien und Théo zu ihm in die Ferien zu schicken, da sie sich aus beruflichen und privaten Gründen in den nächsten Wochen nicht um ihre Offsprings kümmern kann. Also: Kinder haben keinen Bock auf den unbekannten Großvater, Opa hat keinen Bock auf die nervige Brut – diesen Plot haben wir leider schon allzu oft gesehen. Und leider gelingt es der Regisseurin Rose Bosch auch nicht, dem Thema etwas Neues abzugewinnen. Es wimmelt nur so von Klischees: Ob in den Beziehungen der Hauptpersonen zueinander (alle sind in erstmal doof), in der Vergangenheit des Opas (ja, als Hippies waren wir noch cool) oder sogar im Finale des Films (Opa ist doch ein toller Retter). Und als sich Enkelin Léa dann auch noch unglücklich in die Pierre-Cosso-Kopie „Tiago“ (Tom Leeb) verliebt, muss man sich fast schon ein wenig ärgern. Immerhin bleiben die tollen Bilder aus der Provence und vor allem Lukas Pelissier, der den jüngsten Enkel spielt. Als „Théo“ wickelt er nicht nur seinen Film-Großvater, sondern auch den Zuschauer so lieb und charmant um den Finger – man kann sich dem Charme des Kleinen einfach nicht entziehen.

KUD für KMB: Einmal mehr: Tolle Schauspieler machen noch keinen tollen Film.

Kinostart: 25. September 2014

(Footage: Copyright Concorde)


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Papa Multikulti?!

KMB Extra:

Und schon wieder eine neue Komödie aus Frankreich. Den ernsteren Filmen traut man wohl keinen Erfolg zu auf der deutschen Leinwand. Schade – aber zunächst mal ganz gut, denn „Monsieur Claude und seine Töchter“ versüsst uns erstmal die Sommer-Wochen. Sehr stolz ist er, der Papa Claude auf seine vier Töchter, zumindest bis jede von ihnen vor den Traualtar tritt. Ganz im Gegensatz zum konservativen Familienoberhaupt (und seiner Gattin) stehen die nämlich auf „anders“ und multikulti. Ihre Auserwählten sind so gar nicht das, was der Alte unter „echten“ französischen Männern versteht. Aber: Er muss sich wohl oder übel an das Hexagone von heute gewöhnen… Sein Weg zur Erkenntnis ist durchaus lustig zu beobachten, wenn auch nicht so feinsinnig inszeniert wie man das etwa in „Ziemlich beste Freunde“ erleben konnte.

KUD für KMB: Wer auch mal einen platten Spruch vertragen kann, der mag auch den Rest.

Mehr Infos hier:


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Depardieu gibt sich die Kugel.

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KMB Extra:

Interessiert uns wo er seine Steuern zahlt, wieviel er tatsächlich wiegt oder wieviel Wein er im Keller hat? Nein! Wir wollen Gérard Depardieu wieder auf der Leinwand sehen! Und das klappt dann auch: Am 3. Juli kommt „Eine ganz ruhige Kugel“ bei uns ins Kino. Es ist die Geschichte von Momo (Atmen Kelif), dem Sohn algerischer Einwanderer und seinem Freund und Boule-Mentor Jacky (Depardieu), die bei einem Wettbewerb um die berühmte Kugel das Preisgeld von 500.000 Euro einheimsen wollen. Die beiden trainieren wie verrückt, Momo schafft es tatsächlich ins französische Team, doch dann macht der Sponsor den beiden einen Strich durch die Rechnung. Aber wirklich? Depardieu und ein Charakter, der „aufgibt“? Den Rest kann man sich denken. „Eine ganz ruhige Kugel“ könnte mal wieder ein schöner Kino-Erfolg für den bärigen Franzosen werden. Wir drücken auf jeden Fall die Kugel…äh na ja – Ihr wisst schon…

KUD für KMB: Die Kugel kugelt mitunter zum Kugeln.

Mehr Infos hier:

http://www.eine-ganz-ruhige-kugel.de/trailer.html

(Foto: „Momo“ und „Jacky“ in „Eine ganz ruhige Kugel“ – Copyright Universum Film)


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München ist Frankreich.

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KMB Extra:

Als Freund des französischen Kinos darf man während des Filmfests München eigentlich gar nicht mehr nach Hause gehen – bei diesem Angebot. Vom 27. Juni bis zum 5. Juli ist das wieder genauso der Fall. Vom neuen Streifen mit dem Traum der Teenietage, Sophie Marceau („Ein Augenblick Liebe“), über französisches Independentkino („Les Terrasses“) bis zu der unvermeidlichen, aber meist sehenswerten Marion Cotillard („Zwei Tage, eine Nacht“ von den Dardenne-Brüdern) ist wirklich viel Schönes zu sehen, von dem was das Hexagon auf die Leinwand bringt und sonst bei uns untergehen würde.

KUD für KMB: Wenn nicht Paris, dann München – jetzt!

Mehr Infos hier:

http://www.filmfest-muenchen.de/media/656700/flyer_cinemafrancais.pdf

 

 

 

 

 

(Foto: Plakat 2014 – Copyright Filmfest München)


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Plötzlich hetero!?

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L’écran actuel:

„Maman und ich”

Guillaume ist anders, anders als seine Brüder zum Beispiel: Er mag keinen Sport, bewegt sich etwas affektiert und spielt nachts im Bett „Sissi und ihre Mutter“. Damit hätte er auch gar kein Problem, wenn ihn das nicht alles immer weiter von seinem Vater entfernen würde, der mit seinem ganz speziellen Offspring so gar nicht klar kommt. Aber Guillaume verehrt nun mal alles Weibliche, und vor allem seine Mutter, deren nicht erfüllter Wunsch nach einem Töchterchen anstatt seiner er wohl unbewusst doch noch irgendwie befriedigen möchte. Doch für diese Erkenntnis muss er einen langen Weg zurücklegen. Ist er nur anders? Einfach schwul? Oder was auch immer? Und dieser Weg war genau der des französischen Schauspielers Guillaume Gallienne, der in „Maman und ich“ seine Beziehung zu seiner Mutter aufarbeitet. Das ist aber mitnichten eine depressiv-dunkle Reise ins Innnere von Mutter-Kind-Beziehungen, sondern eine erfrischend-abgedrehte Nabelschau im besten Sinn. Monsieur Gallienne gehört hierzulande ganz im Gegensatz zu Frankreich nicht zu den bekannteren Figuren auf der Bühne und am Set, und darum braucht es vielleicht ein bisschen um sich in das Augenzwinkern des Films einzufinden – aber dann..!

KUD für KMB: Den Platz im Leben zu finden kann so erstaunlich sein.

Der Trailer hier:

 

(Foto oben: Das ist „Maman“! – Copyright Concorde Film)


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Stöckelschuh und Wüstensand.

KMB Extra:

Der Sommer ist nicht mehr weit, und so auch nicht die leichten Komödien aus dem Land des Baguettes: Bei „Paris um jeden Preis“ geht es aber richtig weit weg von den Baguettes – und zwar mitten rein in den Wüstensand Marokkos. Fashion Victim Maya hat nämlich vergessen ihr Visum zu verlängern, fliegt auf, und bald darauf gezwungenermassen zurück in ihr Heimatland, denn sie wird kurzerhand abgeschoben. Tja, auch in Frankreich regiert der Paragraph. Mit allen Mitteln versucht sie natürlich wieder zurückzukommen, erliegt aber mehr dem Charme der Familienbande als sie sich vorstellen konnte.

„Paris um jeden Preis“, ab 22. Mai 2014 im Kino.

Mehr hier:

(Szenenfoto „Paris um jeden Preis“ – Copyright Polyband)Bild