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Actualités von der französischen Leinwand.


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Ein Sommer mit Klischee.

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L’écran actuel:
„Ein Sommer in der Provence“

Hurra! Endlich mal wieder ein Film mit Jean Reno, dem alten Haudegen. Allerdings muss das „Hurra“ gleich ein bisschen leiser werden, denn ein großer Wurf ist „Ein Sommer in der Provence“ nicht geworden. Doch zunächst zu Story: Paul (Reno) ist ein alter Grantler, der zusammen mit seiner Frau Irène (recht erfrischend – Anna Galiena) ein ruhiges Leben zwischen seinen Olivenbäumen in der malerischen Provence führt. Doch sein Alltag, der durch von ihm unmissverständlich festgelegte Bahnen bestimmt wird, kommt sehr durcheinander als seine lang nicht gesehene Tochter beschließt, ihre Kinder Léa, Adrien und Théo zu ihm in die Ferien zu schicken, da sie sich aus beruflichen und privaten Gründen in den nächsten Wochen nicht um ihre Offsprings kümmern kann. Also: Kinder haben keinen Bock auf den unbekannten Großvater, Opa hat keinen Bock auf die nervige Brut – diesen Plot haben wir leider schon allzu oft gesehen. Und leider gelingt es der Regisseurin Rose Bosch auch nicht, dem Thema etwas Neues abzugewinnen. Es wimmelt nur so von Klischees: Ob in den Beziehungen der Hauptpersonen zueinander (alle sind in erstmal doof), in der Vergangenheit des Opas (ja, als Hippies waren wir noch cool) oder sogar im Finale des Films (Opa ist doch ein toller Retter). Und als sich Enkelin Léa dann auch noch unglücklich in die Pierre-Cosso-Kopie „Tiago“ (Tom Leeb) verliebt, muss man sich fast schon ein wenig ärgern. Immerhin bleiben die tollen Bilder aus der Provence und vor allem Lukas Pelissier, der den jüngsten Enkel spielt. Als „Théo“ wickelt er nicht nur seinen Film-Großvater, sondern auch den Zuschauer so lieb und charmant um den Finger – man kann sich dem Charme des Kleinen einfach nicht entziehen.

KUD für KMB: Einmal mehr: Tolle Schauspieler machen noch keinen tollen Film.

Kinostart: 25. September 2014

(Footage: Copyright Concorde)

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